DuoCord Biografie


Irgendwann im Juli 2005 war es, als Vincent Geer eine CD originalverpackt im Regal meines Vaters stehen sah. Dieser hatte sie irgendwann zum Geburtstag bekommen und wohl seitdem vergessen. Vincent war zu diesem Zeitpunkt krank zu Hause und hörte diese CD, „Der Golem“ von der Gruppe DAVKA, nicht nur einma und mit jedem mal hören begeisterte er sich mehr und mehr für diese art von Musik, war sie doch sehr wohl schräg und ungewohnt für europäische Ohren. Schließlich war er der Meinung, das ganze selbst auch zu probieren. Dort spielt eine Geige in der Gruppe, er spielt Geige, also nichts wir ran.

Sehr schnell merkte er das Fehlen anderer Instrumente zu seinem Spiel. Da war dann eben der nächste Bruder David, mit dem Violoncello gerade recht. In der Gruppe spielt ein Cello, er spielt Cello, also nichts wie ran.

Zudem waren die Beiden Brüder musikalisch angeheizt worden, als sie kurz vorher auf dem Weltmusikfestival in Rudolstadt als Besucher jede Menge tolle Bands hörten. Somit machten sie sich daran, zu musizieren, und zwar mit dem Ziel, im nächsten Jahr selbst in Rudolstadt auf der Bühne zu stehen. Sie begannen, immer mehr Musik allein durchs „abhören“ von Stücken auf CD als Duo zu spielen. Das ging anfangs über Radiohead, Apokalyptika bis hin zu der Jüdischen Musik von Daniel Hoffman, dem Hauptkompositeur und Violinisten der Gruppe Davka. Erste Auftritte folgten und ein großer Teil des Repertoires wurde anlässlich des Vaters Geburtstags einstudiert. Tage und Nächte übten die beiden Brüder davor, um eben so eine art längeres Konzertprogramm auf die Beine zu stellen.

Zusätzlich gingen sie nun sehr oft nach Nürnberg in die Fußgängerzone und verdienten sich als Straßenmusikanten erstes Geld.

Ende des Jahres beschlossen sie Endgültig, den Versuch zu wagen, sich auf dem Weltmusikfestival Rudolstadt zu bewerben.

Sie fuhren zu dem befreundeten Musiker Robert Zollitsch und der nahm mit den Buben, damals gerade 16 und 14 Jahre alt, eine erste Demo CD auf, mit der sie sich in Rudolstadt beworben. Nicht allzu lange Zeit später kam der Brief in dem es hieß, sie seien genommen worden.  Sie durften also 2006 als Straßenmusikanten auf Kleinkunstbühnen und in Cafés in Rudolstadt auf dem Festival spielen.

Anlässlich dieser ersten Erfolge folgten weitere einladungen von kleineren Firmen, Geburtstagsveranstaltungen, Weihnachtsfeiern ect.

Sie beschlossen dann, den Kontakt zu Daniel Hoffman, dem Mann der sie quasi zum gemeinsamen Musizieren bewegt hatte, zu suchen. Im Internet schnell gefunden, schrieben sie eine erste Email, die auch prompt sehr nett von ihm beantwortet wurde.

Ein reger Email-Verkehr wurde in Gang gesetzt, erste Aufnahmen zu ihm geschickt und von ihm Kommentiert und Bewertet. Es entstand langsam eine Art „Internet-Freundschaft“.

In den Folgenden Jahren wuchs das Repertoiere stetig, wurde immer anspruchsvoller und ernster. Immer mehr orientierten sie sich an neuer, jüdischer Musik und Rumänischer Zigeunermusik.

Es Folgten Auftritte wie zum Beispiel zum 10 jährigen Bestehen des jüdischen Museums in Schnaittach, mehrfach bei den Wissenschaftstagen in München, auf Kunsthandwerksmessen, Der Kulturellen Landpartie im Wendland, auf dem Fürther Klezmer Festival ect. Eine zweite CD folgte aus dem Konzert vom Klezmerfestival 2008.

Und eben auch 2008 erfüllten sich die beiden einen sehr großen Wunsch.

Sie reisten nach Israel, um dort mit Daniel Hoffman für 3 Wochen zu studieren. Dort lernten sie die Musik, die sie nun schon eine Weile spielten, auf ganz andere art kennen, lernten Rhythmen zu verstehen und verstanden seine Kompositionen durchweg zu begreifen.

Inzwischen komponieren sie selbst und entwickeln sich fortan weiter.

Im August haben sie ihre erste Internationale Turnee. Sie werden in Taiwan diverse Auftritte haben. Es wird noch viel vom DuoCord kommen!